Gelebte Inspiration: Junge Unternehmer*innen mit Behinderung, die einen Unterschied machen

Wenn persönliche Hürden zur treibenden Kraft für Veränderung werden

Unternehmertum ist nicht nur ein wirtschaftliches Werkzeug – es ist ein Mittel für Selbstbestimmung, Teilhabe und gesellschaftlichen Wandel. Viele junge Menschen mit Behinderung stoßen auf zusätzliche Hürden beim Zugang zum Arbeitsmarkt. Doch einige von ihnen haben sich entschieden, nicht auf Chancen zu warten – sondern sie selbst zu schaffen. Hier stellen wir dir inspirierende Beispiele aus vier europäischen Ländern vor. Sie zeigen, wie kraftvoll Unternehmertum ist, wenn es aus echten Bedürfnissen und mutigen Ideen entsteht.

Kroatien: Schokolade trifft soziale Wirkung

Hedona Chocolateria – ein Sozialunternehmen für Inklusion

Gegründet 2013 in Križevci, Kroatien, produziert die Hedona Chocolateria handgemachte Schokoladen – und beschäftigt dabei gezielt Menschen mit Behinderung.

Neben dem Beruf erhalten die Mitarbeitenden Ausbildung, Anerkennung und Teilhabe.
Hedona beweist: Soziale Inklusion kann nicht nur funktionieren, sondern auch richtig gut schmecken.

Verein Bubamara – eine starke Gemeinschaft

Seit 1984 setzt sich der Verein Bubamara in Vinkovci für Chancengleichheit und Teilhabe ein. Mit über 1.400 Mitgliedern bietet er vielfältige Programme, Projekte und Unterstützung für Menschen mit Behinderung.

Ein Beispiel dafür, wie eine engagierte Community Leben verändert.

Italien: Technologie, die Wege öffnet

WeGlad – die App für barrierefreie Mobilität

Die jungen Gründer Paolo Bottiglieri und Petru Capatina haben WeGlad entwickelt – eine App, die barrierefreie Wege in Städten zeigt und Hindernisse vermeidet.

Ihr Projekt wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ersten Preis beim Nationalen Festival der Zivilwirtschaft 2021.

WeGlad ist mehr als Technik – es ist gelebte Inklusion im Alltag.

Deutschland: Coaching mit Klarheit und Herz

Miriana Palermo – „Ohne Umwege zu deiner besten Version“

Miriana Palermo, selbst sehbehindert, gründete ihr eigenes Coaching-Angebot für Menschen mit Behinderung und deren Familien.

Ihr Fokus liegt auf Persönlichkeitsentwicklung, Selbstbestimmung und inklusiver Kommunikation.

2024 erhielt sie den Futuremakers Award für ihren Beitrag zum inklusiven Unternehmertum.

Estland: Innovation trifft Achtsamkeit

Kadri Tuisk – Unternehmerin zwischen EdTech und AI

Kadri Tuisk ist Seriengründerin aus Estland. Sie ist Mitgründerin von:

Clanbeat – eine Bildungsplattform, die sich auf das Wohlbefinden von Schüler*innen konzentriert

Wundamental AI – ein Startup, das Coaching durch künstliche Intelligenz ermöglicht

Sie wurde 2021 zur Jungen Unternehmerin des Jahres in Estland gewählt.

Kadri steht für eine neue Generation von Unternehmer*innen, die Technologie mit sozialem Bewusstsein verbinden.

Fazit: Deine Erfahrung ist wertvoll – und sie kann inspirieren

Diese Beispiele zeigen: Eine Behinderung ist kein Hindernis für Unternehmertum – sondern oft die Quelle für starke Ideen und Lösungen.

Junge Unternehmer*innen mit Behinderung:

zeigen neue Wege auf

gestalten inklusivere Gemeinschaften

und inspirieren andere, an sich selbst zu glauben

Auch du kannst deine Geschichte nutzen, um etwas zu schaffen, das anderen hilft – und dabei selbst wachsen.

Skip to content