Was ist ein Businessplan – und warum brauchst du ihn?
Ein Businessplan ist nicht nur ein Dokument mit Zahlen – es ist deine Geschichte, deine Strategie und dein Startpunkt.
Er hilft dir, deine Idee klar zu beschreiben – für dich selbst und für andere. Ein guter Plan zeigt dir, wohin du willst, wie du dorthin kommst und was du auf dem Weg brauchst.
Ein Businessplan muss nicht lang, kompliziert oder voller Fachbegriffe sein. Die besten Pläne sind einfach, verständlich und ehrlich. Sie beantworten grundlegende Fragen:
Was biete ich an?
Für wen ist das?
Wie setze ich es um?
Wenn du als junger Gründerin (vielleicht als Freelancer*in oder mit einem kleinen Projekt) startest, hilft dir ein kurzer Plan besonders – z. B. bei Förderanträgen, Wettbewerben oder Mentorings. Und vor allem zeigt er: Ich habe meine Idee durchdacht.
Wie schreibst du einen einfachen Businessplan?
Kurzbeschreibung des Vorhabens
Beschreibe in wenigen Sätzen deine Idee.
Was bietest du an? Für wen? Wie würdest du es jemandem im Fahrstuhl erklären?
Beispiel: „Ich backe vegane Kuchen und liefere sie lokal, besonders für Studierende, die gesunde Süßigkeiten suchen.“
Mission und Vision
Mission: Was tust du heute – und warum?
Vision: Wie sieht die Zukunft aus, die du mit deinem Projekt schaffen möchtest?
Beispiel Mission: „Ich biete gesunde und erschwingliche Kuchen für alle an.“
Beispiel Vision: „Ich möchte die erste inklusive Konditoreimarke in meiner Stadt werden.“
Zielgruppe
Wer sind deine Kund*innen? Sei so konkret wie möglich. Überlege:
Alter
Wohnort
Lebensstil
Bedürfnisse und Probleme
Beispiel: „Menschen im Alter von 18–30, vegan lebend, oft allein wohnend und auf der Suche nach schnellen Snacks.“
Produkte oder Dienstleistungen
Was bietest du genau an? Beschreibe:
Was es ist
Was es besonders macht
Mögliche Preise
Erwähne, ob dein Angebot z. B. nachhaltig, schnell, barrierefrei oder individuell ist.
Einnahmequellen
Wie verdienst du Geld?
Einzelverkauf?
Paketangebote?
Abonnements?
Spenden?
Beispiel: „Ich verkaufe Kuchen einzeln und in Wochenpaketen. Kooperationen mit Cafés sind geplant.“
Ressourcen und Kosten
Was brauchst du zum Start?
Materialien (z. B. Ofen, Zutaten, Verpackung)
Dienstleistungen (z. B. Internet, Website)
Unterstützung (z. B. Lieferhilfe)
Schätze deine Ausgaben grob ein, um zu wissen, wie viel du investieren musst.
Marketing und Kommunikation
Wie erfahren Leute von deinem Angebot?
Social Media?
Flyer?
Kooperationen mit Influencer*innen?
Lokale Veranstaltungen?
Beispiel: „Ich nutze Instagram mit untertitelten Videos und QR-Codes für die Bestellung.“
Ziele und nächste Schritte
Beende deinen Plan mit konkreten Zielen für die nächsten Monate.
Was willst du in 3 oder 6 Monaten erreicht haben?
Was ist dein nächster Schritt?
Beispiel: „In den nächsten 3 Monaten möchte ich 100 Kuchen verkaufen. Diese Woche drehe ich ein Promo-Video.“
Fazit: Ein Plan, der mit dir wächst
Dein Businessplan muss nicht perfekt sein. Er darf sich entwickeln – so wie du. Aber ihn zu haben bedeutet: Du hast einen klaren Weg, Struktur und Vertrauen in deinen nächsten Schritt. Egal ob du mit Text, Zeichnung oder Gebärdensprach-Video arbeitest – wichtig ist, dass dein Plan authentisch und umsetzbar ist.